Since I haven't felt like writing in a long time I decided to post a lovely poem by Goethe. The title fits perfectly with what has been happening in my life recently.. I really need to catch up on some stuff and turn them into pleasant lecture cause I sure learned a lot of things in these past 3 weeks in Freiburg. Wonder what I'll say after 1 year here, hah.
Willkommen und Abschied
Es schlug mein Herz, geschwind zu Pferde!
Es war getan fast eh' gedacht;
Der Abend wiegte schon die Erde,
Und an den Bergen hing die Nacht;
Schon stand im Nebelkleid die Eiche,
Ein aufgetürmter Riese, da,
Wo Finsternis aus dem Gesträuche
Mit hundert schwarzen Augen sah.
Der Mond von einem Wolkenhügel
Sah kläglich aus dem Duft hervor,
Die Winde schwangen leise Flügel,
Umsausten schauerlich mein Ohr;
Die Nacht schuf tausend Ungeheuer:
Doch frisch und fröhlich war mein Mut:
In meinen Adern welches Feuer!
In meinem Herzen welche Glut!
Dich sah ich, und die milde Freude
Floss von dem süßen Blick auf mich;
Ganz war mein Herz an Deiner Seite
Und jeder Atemzug für Dich.
Ein rosenfarbes Frühlingswetter
Umgab das liebliche Gesicht,
Und Zärtlichkeit für mich - ihr Götter!
Ich hofft' es, ich verdient' es nicht!
Doch ach, schon mit der Morgensonne
Verengt der Abschied mir das Herz:
In Deinen Küssen welche Wonne!
In Deinem Auge welcher Schmerz!
Ich ging, Du standst und sahst zur Erden
Und sahst mir nach mit nassem Blick:
Und doch, welch Glück, geleibt zu werden!
Und lieben, Götter, welch ein Glück!